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icon_praesiMit einem erfreulichen Ergebnis im Gepäck kehrte NEV-Präsident Hans Ellfrodt am 27.03.2010 von der außerordentlichen DEB-Mitglieder-Versammlung am späten Sonnabend aus München zurück. Abweichend von den zuletzt vorgelegten DEB-Vorschlägen konnten sich die Landesverbände mit ihren Vorstellungen zur Ligenstruktur ab Saison 2010/2011 durchsetzen, wobei für alle Beteiligten im Vordergrund die Weiterentwicklung des Eishockey-Sports stand und die „persönlichen“ Interessen der Landesverbände ausgeblendet wurden.

Den Durchbruch brachte ein mehr als 4-stündiges Treffen der DEB-Vertreter mit Präsident Uwe Harnos an der Spitze und den Vertretern der Landesverbände am Freitagabend. Erst nach 22.00 Uhr stand das Ergebnis fest: Die vorliegenden Entwürfe der Satzungsänderungen werden überarbeitet, der angekündigte Änderungsantrag des NEV brauchte nicht vorgelegt zu werden. Somit waren für die Mitgliederversammlung die Weichen gestellt, die einstimmige Annahme der überarbeiteten Änderungen wurde einstimmig beschlossen. Ein Erfolg für den DEB, aber auch für die Landesverbände.


Zu den wichtigsten Ergebnissen: Ab 2010/2011 wird es keine Oberliga mehr unter der Regie der ESBG geben. Eine Oberliga Süd spielt künftig unter der Führung des DEB. Daneben wird es drei weitere Oberligen unter der Regie der Landesverbände geben, nämlich die im Norden, im Osten und im Westen. Es ist geplant, dass die Oberligen Nord (bisherige Regionalliga) und West (bisherige Regionalliga) zunächst eine getrennte Einfachrunde spielen und sich dann mit den bestplatzierten Vereinen beider Ligen verzahnen. Evtl. ist auch eine Verzahnung mit Vereinen aus dem Osten denkbar. Die Meister der 4 Oberligen werden dann eine Meisterrunde spielen und den Aufsteiger zur 2. Bundesliga ermitteln.

Der am meisten umkämpfte Punkt, für die Vereine war die bisherige Planung finanziell nicht hinnehmbar, war die Einzahlung in den Reindl-Pool. Auch hier zeigte sich die DEB-Spitze bereit, auf die Wünsche der Landesverbände einzugehen. Künftig brauchen die Oberliga-Vereine  nur dann bei einem Spielerwechsel einen Betrag von 1.500 € in den Pool einzuzahlen, wenn sie Spieler aus einem Verein verpflichten, der in diesen Pool eingezahlt hat bzw. einzahlen muss.  Die Vertreter der LEV sehen hier durchaus eine für die Vereine wirtschaftlich bzw. finanziell vertretbare Lösung.


In einer Vereinbarung zwischen DEB und LEV sollen noch wesentliche Punkte für die Durchführungsbestimmungen festgelegt werden, wobei ansonsten die LEV für diese Bestimmungen frei sind. Gemeinsame Punkte sind der Einsatz von nur 2 kontingentkartenpflichtigen Spielern, nur deutsche Torhüter (jedoch mit Bestandssschutz bis zur Saison 2011/2012 für TK-Spieler, die aktuell über einen Vertrag über die Saison 2009/2010 verfügen), U/Ü 21-Regelung (max. 15 Spieler über 21 auf dem Spielberichtsbogen), 3-Mann-Schiedsrichter-System und 3-Punkte-Regelung/kein Unentschieden.

Nun gilt es, diese  neuen Regelungen auf Landesebene umzusetzen. Ob die neuen Regelungen den erhofften Erfolg bringen werden, wird sich zeigen.